Insekten in Deutschland stehen weiterhin unter großem Druck: Langjährige Trends und neue Forschungsergebnisse zeigen, dass viele Insektengruppen weiterhin rückläufig sind – trotz zunehmender Aufmerksamkeit für das Thema.
Rückgang in relevanten Gruppen
Eine der aktuellsten wissenschaftlichen Analysen zur Situation der Insekten stammt aus dem Jahr 2025:
52 % der analysierten Laufkäfer-Arten in Deutschland zeigen über mehrere Jahrzehnte einen deutlichen Rückgang der Verbreitung. Laufkäfer sind wichtige Bodeninsekten und dienen als Indikatoren für den Zustand von Ökosystemen. Gleichzeitig konnten nur 22 % der Arten Zuwächse verzeichnen. (idiv.de)
Solche Bodenbewohner sind Teil des größeren Insektengeschehens. Verluste in dieser Gruppe deuten darauf hin, dass Insektenpopulationen auch 2025 noch stark unter Druck stehen.
Gefährdete Arten – Wildbienen als Beispiel
Ein weiteres aktuelles Signal der Insektenforschung kommt aus Beobachtungen zu Wildbienen:
Von rund 600 Wildbienenarten in Deutschland gelten nach aktuellen Angaben bereits etwa 40 Arten als ausgestorben, und über 50 % der Arten sind gefährdet. (Leipziger Zeitung)
Wildbienen sind essenzielle Bestäuber vieler Wild- und Kulturpflanzen. Ihre Bedrohungslage spiegelt allgemeine Risiken für Insekten wider, besonders dort, wo Lebensräume fragmentiert oder verloren gehen.
Rote Listen und Gesamttrend
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) weist darauf hin, dass Insekten oft die artenreichste Tiergruppe darstellen:
In Deutschland kommen mehr als 33 000 Insektenarten vor, von denen viele in roten Listen geführt werden. Die Daten belegen deutliche Abnahmen sowohl der Artenvielfalt als auch der Häufigkeit einzelner Arten über Zeiträume von Jahrzehnten. (Bundesamt für Naturschutz)
Zwar gibt es noch kein flächendeckendes Monitoring mit jährlicher Bundesstatistik für alle Insektengruppen, doch die vorhandenen Daten zeigen einen anhaltenden negativen Trend, und Maßnahmen zur Verbesserung der Situation werden deshalb intensiv diskutiert.
Warum es kaum repräsentative 2025-Gesamtstatistiken gibt
Ein großes Problem für klare Zahlen ist, dass langfristige, bundesweit einheitliche Erhebungen zur gesamten Insektenfauna erst in den letzten Jahren aufgebaut werden. Das Bundesamt für Naturschutz veröffentlichte 2026 ein neues Methodenhandbuch für ein Insektenmonitoringprogramm, das eine systematische und vergleichbare Erfassung über viele Jahre ermöglichen soll. (Bundesamt für Naturschutz)
Bis solche Daten standardisiert vorliegen, müssen Wissenschaft und Politik auf Teil-Datensätze aus Projekten und Langzeitstudien zurückgreifen. Diese zeigen aber deutlich: Ohne konkreten Schutz verschlechtert sich die Lage vieler Insektenarten weiter.
Gründe für den anhaltenden Rückgang
Die Faktoren, die seit Jahrzehnten zur Reduktion von Insektenpopulationen beitragen, setzen sich auch 2025 fort:
- Intensive Landwirtschaft mit Monokulturen, Pestiziden und Nährstoffeinträgen zerstört Lebensräume. (WWF Deutschland)
- Klimawandel und Wetterextreme wie Dürre und Hitze wirken sich negativ auf Insekten aus und verändern ihre Lebensbedingungen. (hnee.de)
- Habitatverlust, Zersiedelung und Lichtverschmutzung reduzieren blütenreiche Flächen und natürliche Lebensräume. (WWF Deutschland)
Diese Ursachen wirken nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit – und verstärken den Druck auf Insektenpopulationen auch hierzulande.
Fazit – Was bedeutet das für Deutschland 2025?
- Insektenpopulationen sind weiterhin rückläufig in vielen untersuchten Gruppen, z. B. Laufkäfern und Wildbienen. (idiv.de)
- Viele Arten gelten als gefährdet oder sind bereits ausgestorben. (Leipziger Zeitung)
Bundesweite, aussagekräftige Jahreszahlen für 2025 insgesamt fehlen weitgehend – weil erst jetzt ein systematisches Monitoring aufgebaut wird. (Bundesamt für Naturschutz) - Ursachen sind überwiegend menschengemacht: Landwirtschaft, Klimawandel und Lebensraumverlust. (WWF Deutschland)
Der Stand 2025 verdeutlicht, dass das Insektensterben in Deutschland kein abgeschlossenes, sondern ein fortlaufendes Problem ist. Langfristige, repräsentative Daten werden zunehmend verfügbar, doch bereits jetzt müssen die alarmierenden Ergebnisse vieler Studien als Warnsignal verstanden werden: Die Biodiversität leidet, und die Funktionen, die Insekten in Ökosystemen erfüllen, stehen auf dem Spiel.
Wenn du möchtest, kann ich dir Grafiken oder eine Zeitreihe zeigen, die den Rückgang von Insekten in Deutschland über Jahrzehnte visualisiert. Sollen wir das machen?
